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Nachdenkliches

 

 

Winston Churchill,

1874 - 1965

Ein wahrer Diplomat ist ein Mann, der zweimal nachdenkt, bevor er nichts sagt.

(In der Zeit, die ich brauche, um das zu lesen, habe ich schon zweimal den Mund aufgemacht)

 

Handlungsalternativen:

Aus "Mein Name sei Gantenbein" von Max Frisch:

Ein Bäckermeister in O., ein vierzigjähriger Mann, im Dorf bekannt als gutmütig und verläßlich, hat aus Eifersucht folgendermaßen gehandelt: zuerst schoß er mit dem Ordonnanzgewehr, das jeder Eidgenosse im Schrank hat, auf den Liebhaber seiner Fraur, einen einundzwanzigjährigen Tiroler, nicht ziellos, sondern genau in die Lenden, dann nahm er das rostfreie Soldatenmesser und ...."

 

 

 

Milan Kundera (Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins)

Wer in der Fremde lebt, schreitet in einem leeren Raum hoch über dem Boden, ohne das Rettungsnetz, das einem das eigene Land bietet, in dem man Familie, Kollegen und Freunde hat und sich mühelos in der Sprache verständigen kann, die man von Kindheit an kennt.

 

 

Alexander Solschenizyn (Der Archipel Gulag, Folgeband)

"All jenen gewidmet, die nicht genug Leben hatten, ums dies zu erzählen."

"Ich habe lang genug im Gefängnis gesessen, ich habe dort meine Seele großgezogen. Ich wiederhole unbeirrt: Sei gesegnet, Gefängnis, dass du in meinem Leben gewesen bist" (Und aus den Gräbern tönt mir die Antwort: Du hast leicht reden, du bist am Leben geblieben")!

 

Allein ist man weniger einsam!

 

Was hab' ich, was er nicht hat?

 

Alter und Tod

Als Alexis, der Komödiendichter, alt geworden war und kaum noch laufen konnte, fragte ihn jemand, was er in seiner Freizeit treibe. "Ich übe das Sterben."

 

Demonax wurde kurz vor seinem Tode gefragt: "Wer sorgt für dein Begräbnis?" Seine Antwort: "Mein Gestank!"

 

Platon nannte den Schlaf einen kurzen Tod, den Tod einen langen Schlaf.